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in memoriam h.c. artmann
geschrieben von t.e. mřížkaüber die lichtung ging er auf das jagdhaus zu.der förster kam schon heraus.er überreichte ihm das buch mit den abrechnungen.er steckte es in seinen rockaufschlag. anton hieß er.er schrieb gedichte.das musste er.er war hochangesehen. der förster rief vivat und ging zurück ins jagdhaus.es war noch zu früh für tee.er ging wieder zum bahnhof.er kaufte sich ein billet. ischl ist schön zu dieser jahreszeit.der mann am schalter trug einen hut.in strobl stieg er aus.sie riefen bravo als sie seiner ansichtig wurden. er besuchte seine schwester und zog seine galoschen aus.nach rom ist es weit.auch in graz lässt es sich gut leben.man…
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Insektenbisse
geschrieben von Samira ServosWir haben uns tot gestellt, als die Insekten kamen. Sie krochen durch die Türspalte und die Fensterritzen und wir lagen regungslos in unserer Festung aus Kissen, Decken und Stühlen und der müffelnden Matratze, die wir sieben Stockwerke hoch aus dem Keller getragen hatten. Wir bewegten uns nicht, solange die Insekten zischten und brummten und arhythmisch mit den Flügeln schlugen. Und ich war echt froh, dass du so gut darin warst, die Augen geschlossen zu halten, damit du nicht sehen konntest, wie ich zittere und dass ich zum Totstellen einfach zu blöd war und nicht lebensmüde genug. Aber ich übte. Wir…
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Frühlingsflaneur
geschrieben von Yala BaldachinEs ist nun nicht mehr stechend klar und steht mit weiter Bühne, alle gebückt Vermummten versuchten der Kulisse zu entfliehen. Sie waren ganz klamm in Ehrfurcht der Holzskelette, ragend und ächzend in heulenden Böen. Es war das arme Menschentier in teilnahmsloser Kulisse, größere Unschuld lässt sich nicht finden. Fahles Mondgesicht, umrahmt von rotem Schal, preschte ich, Schädel voraus, pulsierende Wangen – ich war stolz. Jetzt sehe ich eine dicke Wanze an der Hausflurwand warten. Der Wind lässt es erahnen, er schwirrt von unten empor, schmeichelt verschmäht, legt sich auf den Umriss aller Dinge mit feinem Netz, macht sie zahm. Mein…
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fingerprobe
geschrieben von blumenleerepraeliminarien eines daktylogramms/jenes absurden gefaengnisses/das dich via deine vergangenheit belangt/schutt deiner truemmerpoeme/ausweitung von verfolgungswahn/& praeziser/lehm tone & schluffe/ feuchtigkeit addierend/walzen ausformend/rotierst du/um deine achse//
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forstliche fehleinschaetzung
geschrieben von blumenleerezirkel der befreiung/lichtung/rekalibrierung/willst du/eine neue vegetation anbrechen/neustart/reset/atmung/da aber ploetzlich pilzkoepfe/hyphenverwaltung/ zentrum fuer eine post kalamitaeten regenerierung/aha aha & oha/natuerliche skulpturen/warten/auf tuchfuehlung//
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Meine Knochen singen ein Lied
geschrieben von Konstantin StawenowMeine Knochen singen ein Lied. Es ist nicht von der Hand zu weisen. Sie singen, aber hören kann ich sie nicht. Der Wind pfeift durch mich hindurch. Ich könnte in der Kirche stehen und wäre die Orgel. Doch wer weiß, wie auf mir zu spielen ist? Die Handhabung meiner Finger ist hochkompliziert. Wer kann ohne Brüche meine Arme kurbeln? Wer fasst mich an den Händen und führt mich durch die Stärke des Sturms? Wer stellt mich in die heftigen Böen und lässt mich nicht allein? Wo kann ich mich hören und wer weiß um die Klänge meines Skeletts? Ich stelle…