entkernt wie ein verwandter
saß
mein körper auf vier beinen steifer
als die sahne, die ich schlug.
dies ist mein notizbuch
dies ist mein rohstoff
dies ist ein versuch
flüchtig, wie besuch.
derweil die gedanken bei den lampen
einer fremden decke;
sie schwangen noch,
dass es flockte.
dies ist mein stuhl
dies mein gerät
hier die bedienung
im beutel aus nylon.
kombinationen
aus verlorensein und sich verlieren
kontaminieren sich,
also lasse ich meinen kopf,
um mich nicht zu ruminieren,
ein paar schritte tun
und falle um.
tut es weh?
da sitze ich
auf fliesen hinter der zeit,
um gefühl in plastiktüten zu sortieren,
die wut tranchiert
hoffnung vergoren
wärme konserviert
der hass in dosen
abgepackt
für schlechte zeiten.
und jetzt
nie wieder träumen
oder weinen
oder wollen
erwachsen
und vielleicht noch
das denken vergessen
im bett liegen
stürmen lassen
strom kommt zurück
alles wird anders
aber anders wird nichts
neige dich im strom
kippe in den sturm
reiße entzwei
dann: rasten
müder schädel
bald wird es dir besser gehen.
reste kleiner
loser gedanken
harren blass, werden nasser
wenn’s im kopf sich staut.
rast, jetzt
müder schädel,
bald wird es dir besser gehen.
nester deiner
vielen gedanken
liegen brach, werden lichter,
wenn der wind sich traut.
rast, jetzt
müder schädel,
bald wird es dir besser gehen.