ein funke sprang ins einjährige holz & der wind dann, der wind.
man sagt: diese landschaft hat die göttin aus bettlaken genäht.
man lässt sich in frieden; sie belohnt reich.
jedes wort reisst der wind aus dem mund.
sieh, hier verläuft die naht. hinter dieser düne er-
strahlt ein see in vielkostendem blau, da kannst du dir
die asche von den füssen waschen.
während sie nähte, träumte die göttin, die hände taten das übrige,
die hände & der wind.
hat der wind nicht deine wäsche gestohlen?
er schlägt die seiten einer zerlesenen bibel um,
eingeschlagen in grünes glitzerpapier.
die göttin näht weiter, murmelnd im traum.
aber schön bist du, mein sohn, schöner als die andern.
dir will ich mehr verzeihen als ihnen.
dir will ich vergeben, dass du nicht hergeeilt bist, als die schlange mich biss, & meine wunde nicht lecken wolltest.
denn ich sehe, dass du mich liebst.
ich will dir silber in den mund schütten, so viel wie du behalten kannst.
aber man versteht nichts gegen den wind.
andere fallen leicht auf eine lüge herein, ohnehin ist lügen so
leicht, so leicht; doch ich sehe, was du denkst.
für eine weile ist der hunger gut, doch er kommt wieder.
fragst du dich nicht: wie viele augen liegen auf mir?
tu so, als wäre genug da. sei nett & freundlich.
wir träumen von schlangen, du & ich.
bist du hungrig? bettle bloss nie. sag nein danke, als wärst du frei.
da ist ein freilandhuhn in der asche & die spuren einer mageren kuh.
es riecht nach bettwäsche hier, nicht?
wir träumen von schlangen von schlangen von schlangen.
wer bist du, wenn niemand herschaut, nicht einmal du selbst?
lag da nicht die grünglitzernde haut?
& das sagt der wind, wenn er sich aufs bett wirft:
ooh ooh ooh
mich gibt es nicht.