Mir träumte mich holte ein Bus voller Queers.

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Er kam aus Köln  und fuhr gen Süden Richtung Großbritannien, ich stieg ein und  man lachte auf den Fahrsitzen mit scheckigen Mustern plüschig,  die gelben Haltestangen ein Schilfmeer, in dem ich pastellrote  Mützen trug und Perlenketten, zweckentfremdet. Von hier aus  versuchten wir, die Welt zu re-interpretieren und wir taten es  mit glänzenden Zähnen. Wir fuhren auf problematischen  Autobahnen, wir mussten uns an gewisse Verkehrsregeln halten,  aber alles in allem war das die Fahrt meines Lebens,  

bis hierher kannte ich nur die Leidfäden der Kleinstadt und der  absurden Konstellation, in der ich die ersten 18 Jahre verbrachte,  ausschwärmen konnte man nur von seiner Parzelle und die zog  mir Bleistiftröcke an 

die Scham brachte man mir von dort aus bei, auch darüber, dass  mich das ein oder andere Lachen verlegen machte und sich das  nicht analytisch sortieren ließ in Menschen eines spezifischen  Phänotyps  

sie hatte sich zwischen Adamsapfel und Magenschleimhaut  schon breit gemacht, sie hatte sich eingenistet, gleich als ich  zum ersten Mal in einem Raum voll Menschen stand mit  Patschehändchen, die anderen kamen und küssten mich und ich  schlug um mich, ich wusch mir die Wangen und es krabbelte mir  heiß die Beine runter, 

und später, als man doch um mich rum hätte mündig sein sollen, passierte dasselbe, wieder und wieder die unerwünschte Nähe  und die Umwelt voll mit Sehnsuchtsobjekten, die sich in  schwindelerregender Karussellfahrt bewegten 

und ich lese immer wieder von Feigenblättern.

Die Scham über Pflichtverletzung und, dass ich nie einen Beitrag  leistete, zur Erhaltung der Art und Vermehrung des Kapitals 

Ich musste altern, um zum Atmen zu kommen, zum  Eingeständnis, dass ich keinen Tag meines Lebens Geld  verdienen will und das auf feministische Weise, prinzipiell fehlt  uns kulturhistorisch der weibliche Tunichtgut, das las ich vor  Jahren und beschloss, einer zu werden. 

Zwischen Auftragskunst und Antragslyrik wird mir die Luft  manchmal dünn, aber auch Frau Heinzmann vom Arbeitsamt  wird mich nicht eingliedern können, als modernes Subjekt bin  ich wie die meisten hier 

moderat befreite Schönheit, 

eine Phase, die sich zuspitzt. 

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