Autor:in: Nina Strach

  • Warum ziehen wir so schwere Kreise?

    Anbeginn: als ob
    Wir tun so
    einfühlsam, gleichgültig, trotzig
    streicheln sternlose Gesänge an Glasdächern entlang
    das Feld mit dunkelblauem Leinen bespannt
    dazwischen unangetastetes Porzellan.

    Schleif Mich hinter Dir her in der Zeit.
    Meine Kleidung hinterlässt
    Rücken auf Marmor
    nur fort von unter dem Bett
    hinterbleiben Träume, Rufe
    als Du strauchelst, krampft die Welt
    steht stundenlos still.
    Wattiert, Du bettest Mich auf Deiner Fensterbank, 
    in weichen Kakteen, Federn auf dicker Lederhaut,
    Terrakotta-Soldaten. 
    Steinwellen schlagen aus, zentrisch. 
    Dein Gesicht wurde vor langer Zeit perfekt in Meine Hände gepasst, damals

    Du branntest.

    Jahrhunderte seit Wir kippten
    nachdem Wir begonnen hatten, schwere Kreise in Lehm zu laufen, Meine Räder drehen langsam durch 
    Tonscherben, stumpfsinnig am Horizont
    schmiegt sich Nacht tröstlich an Unsere Fast-Nacht, würgt die Sonne herunter, 

    Ich glühe.

    Wer immer diese Sternschnuppen fischt, 
    sie halten ihre Wünsche ewig schuldig.